der Breisacher Briefmarkensammlergruppe - Schätze entdeckt man oft zufällig
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Wiederbelebung der Sammlergruppe Ettenheim
11.09.2014
Kappel-Grafenhausen Schätze entdeckt man oft zufällig
Lahrer Zeitung, 29.08.2014 20:05 Uhr
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Rund 2000 Alben mit Millionen von Briefmarken hat der 41-jährige Wolf-Jürgen Mangold bereits gesammelt. Foto:Schuh Foto: Lahrer Zeitung
  
Behutsam holt Wolf-Jürgen Mangold seine Schätze aus der kleinen Kiste – die schönsten und wertvollsten Sammlerstücke bewahrt er darin auf. Briefmarken sind seine Leidenschaft – das Sammelfieber hat ihn bereits als Kind erfasst und seitdem nicht mehr losgelassen. In seinem Arbeitszimmer reihen sich die dicken und schweren Alben in den Regalen aneinander. Insgesamt sind es rund 2000 Alben mit Millionen von Briefmarken.
 
"Seitdem ich denken kann bin ich ein Fan der Marken und sammle mit Begeisterung", sagt der 41-Jährige. Seine Mutter Heide Mangold hat bereits 1963 einen Briefmarkenhandel gegründet, in der Familie herrschte das Sammelfieber. Nach den Hausaufgaben waren bei ihm und seinen drei älteren Geschwistern die Briefmarken dran. Heute ist er jedoch der Einzige, der das Hobby weiterhin verfolgt. "Bei mir ist es aber hängengeblieben", sagt er. Er hat den Handel vergangenes Jahr, als seine Muter krank wurde, übernommen und tauscht neben seiner Arbeit in einem Getränkemarkt in Wyhl weiterhin fleißig.
 
"Es ist eine Leidenschaft, die viel Zeit in Anspruch nimmt, davon leben könnte man aber nicht." Das stehe für ihn aber auch gar nicht im Vordergrund, viel wichtiger sei der Austausch mit Gleichgesinnten und natürlich die Suche nach noch unentdeckten Schätzen. "Es ist Ausgleich und Entspannung, man sieht was anderes und taucht in eine andere Welt ein", erzählt Mangold.
 
Briefmarken gebe es in allen Variationen. Es könnten Länder oder Motive wie zum Beispiel Sport, Flora und Fauna gesammelt werden. "Es ist aber auch immer wieder faszinierend, was für Formen und Materialen es gibt. Beispielsweise gestickte Marken, welche aus Holz oder aus Gold und Silber. Österreich gibt sogar Marken heraus, die mit Swarovski-Steinen besetzt sind", erklärt Mangold.
  
Viele Frauen sind mit Begeisterung dabei Beeindruckt haben Mangold die Briefmarkenwerkstätten der vier Diakonien mit denen er in Kontakt steht und die er auch schon besucht hat. "Bemerkenswert fand ich vor allem eine blinde Frau in Potsdam, die die Marken ausgeschnitten hat", erzählt er. Um die Arbeit der Diakonien zu unterstützen kauft er dort monatlich kiloweise Briefmarken.
 
Sogar seine Frau, die seiner Leidenschaft anfangs eher skeptisch gegenüberstand, hat er mittlerweile mit seinem Sammelfieber angesteckt. Vor allem beim vorsichtigen Einsortieren in die Alben brauche es KONZENTRATION und viel Fingerspitzengefühl. Vielleicht sei das der Grund, warum es viele Frauen gibt, die sich für Briefmarken begeistern, so Mangold. "Von den Sammlern, die ich kenne sind etwa 20 Prozent Frauen", erzählt er. Für die meisten sei es nicht bloß ein Hobby, sondern gerade bei Älteren "lebenswichtig". Sie investieren viel Zeit in ihre Sammlung, fahren auf Tauschtage und treffen Gleichgesinnte. So ein Treffen will Mangold in Kappel-Grafenhausen monatlich als Stammtisch organisieren.
   
Zum ersten Mal können sich die Sammler am Dienstag, 9. September, im Gasthaus Elsässer Hof um 20 Uhr austauschen. Der Stammtisch soll dann immer an jedem zweiten Dienstag im Monat stattfinden. Solch eine Gelegenheit habe es in Ettenheim gegeben und der Briefmarken-Sammler-Verein Freiburg 1898 habe ihn gefragt, ob er die Ortsgruppe wieder beleben wolle. Dies ist nun sein Ziel in Kappel-Grafenhausen. Im Gegensatz zu den 70er- und 80er- Jahren als Briefmarken sehr populär waren, sei die Begeisterung heute besonders bei Jüngeren leider gering. Man müsse kein Mitglied im Verein sein. "Eingeladen sind alle Briefmarkensammler, aber auch Münz- und Ansichtskarten-Sammler, Alt und Jung sind willkommen, besonders über Besuch aus dem Elsass würden wir uns freuen", sagt Mangold.
  
Neuer Austausch in gemütlicher Runde. Dabei werden Sammlungen begutachtet und auf Wunsch geschätzt, beispielsweise auch aus Nachlässen. Die Teilnehmer können außerdem Kaufen, Verkaufen oder Tauschen. Im Mittelpunkt stehen jedoch das Gespräch und die Diskussion der Begeisterten in gemütlicher Runde. Weitere Infos gibt es unter Telefon 07822/86 73 59.
 
Schätze entdeckt man sogar oft per Zufall, erzählt Mangold – er fand beispielsweise eine seltene Fünf-Dollar-Marke ganz hinten in einem Album versteckt. Eine der wertvollsten Marken – die Baden neun Kreuzer auf blaugrünem statt rosa Papier gedruckt – ist sogar am 20. Juli 1851 in Orsch­weier abgestempelt worden. Sie hat einen Marktwert von rund 1,8 Millionen Euro. So einen wertvollen Fund hat Mangold noch nicht gemacht, aber wer weiß – von diesem Fehldruck sind bisher nur drei gestempelte Exemplare gefunden worden, es wurden vermutlich jedoch mehrere Bögen der seltenen Exemplare gedruckt. Saskia Schuh

Erstellungsdatum : 2014.09.11 # 00:00
Kategorie : - Ettenheim
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