der Breisacher Briefmarkensammlergruppe
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Treffen am 17.01.2019 Breisach - Neuf-Brisach

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Die Briefmarkensammler der "Association Philatélique de Neuf-Brisach & Environs" und der Ortsgruppe Breisach des vor über 120 Jahren gegründeten Freiburger Briefmarkensammlervereins FBSV 1898 treffen sich einmal monatlich zum Austausch und Fachsimpeln, abwechselnd in der Europastadt und der Vaubanstadt im Elsass. Seit über zwei Jahrzehnten besteht eine enge Kooperation.

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Marcel Beisert (rechts), Präsident des Briefmarkenvereins Neuf-Brisach und Umgebung, und Joachim Leonhardt, Vorsitzender der Ortsgruppe des Freiburger Briefmarkensammlervereins 1898, tauschten sich beim Treffen der Philatelistenvereine in Neuf-Brisach aus.

Mit Lupe, Pinzette und Katalog
Damit dürften sie die am längsten währende und wahrscheinlich auch engste Verbindung auf Vereinsebene zwischen diesen Partnerstädten unterhalten. Das Tauschlokal der Briefmarkenfreunde von Neuf-Brisach befindet sich im ersten Stock eines ehemaligen alten Amtsgebäudes am Place des Combattants d’Afrique du Nord, unweit des Marktplatzes. Rund 20 Philatelisten aus beiden Breisachs haben sich eingefunden. Manche von ihnen sitzen über Briefmarkenalben, die Pinzette in der Hand und die Lupe in Reichweite, andere recherchieren am Computer über Tauschbörsen, Kauf- und Verkaufsgebote für Briefmarken oder blättern in Philatelie-Katalogen. Zum konzentrierten Arbeitsklima passt die ruhige Kommunikation der Sammlerinnen und Sammler, die sich fast flüsternd untereinander verständigen.

Internet-Portale als Konkurrenz
Briefmarkenvereine sind etwas aus der Mode gekommen. Die junge Generation sei der Philatelie nicht mehr so zugeneigt wie früher, stellt Marcel Beisert fest. Eine wachsende Zahl von Sammlern gehe zudem ihrem Hobby nicht mehr im Verein nach, sondern kaufe, tausche und sammle online, auf E-Bay und philatelistischen Internet-Portalen, erzählt er. Seit 20 Jahren ist Beisert der Präsident des 1965 gegründeten Sammlervereins von Neuf-Brisach und Umgebung. Unter den leidenschaftlichen Sammlern gebe es nur noch ganz wenige Generalisten, die Briefmarken aus aller Welt sammelten, die meisten konzentrierten sich auf thematische Sammelgebiete, ergänzt Joachim Leonhardt, der Vorsitzende des Breisacher Vereins.
      
Beispielsweise sammelt Marcel Beisert Briefmarken der drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland, die von diesen in der kurzen Phase ihrer ersten staatlichen Autonomie (1918 bis 1920) herausgebracht wurden. Joachim Leonhardt hat für sich die Marken der drei baltischen Länder als Sammelthema entdeckt, die nach ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion, ab 1991 als Postwertzeichen erschienen sind.
    
"Es gibt viele verschiedene Spezialgebiete, in denen es sich lohnt zu sammeln", erzählt Leonhardt. Dazu zählen Briefmarken mit Motiven aus Sport, Architektur, Kunst, Technik und Natur, aber auch Marken, die innerhalb einer zeitlichen Periode unter bestimmten politischen Gegebenheiten herausgebracht wurden. Zu den übersichtlichen Sammlergebieten, die auch unter dem Aspekt ihres philatelistischen Werts interessant sind, gehören Marken aus den früheren Kolonien der europäischen Großmächte oder solche, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den alliierten Besatzungszonen in Deutschland erschienen sind. Beliebt sind auch Marken mit Überdruck, etwa solche, deren Wert während der Inflationszeit in Deutschland, Anfang der 1920er Jahre mittels Stempelaufdruck um das Hundert- oder sogar Zehntausendfache erhöht wurden, um der seinerzeit rapide galoppierenden Geldentwertung gerecht zu werden.

Beachtliche Postkartensammlung
Die Briefmarkenfreunde aus Neuf-Brisach besitzen darüber hinaus eine der größten Postkartensammlungen in Frankreich. Zu ihr zählen wertvolle Exemplare aus der Anfangszeit von Bildpostkarten und Motive aus aller Welt. Der Verein hat eine Sammlung von Postkarten und Fotos aus Militärarchiven und Privathaushalten mit dem Titel "Der Krieg im Oberelsass 1914 - 18" angelegt. Das daraus entstandene dreibändige Kompendium stellt eine einmalige illustrierte Dokumentation des Oberelsass während und nach dem Ersten Weltkrieg dar. Ein Exemplar dieser Veröffentlichung hat Vereinspräsident Marcel Beisert dem Breisacher Museum für Stadtgeschichte zum Geschenk gemacht.

Gäste sind willkommen
Als kostenlose Dienstleistung bieten beide Vereine Beratung für die Erben von Briefmarkensammlungen an. Die Freunde der Philatelie aus Neuf-Brisach und Breisach freuen sich, wenn interessierte Gäste bei ihren Zusammenkünften vorbeischauen. Das nächste gemeinsame Sammler- und Tauschtreffen findet am Donnerstag, 21. Februar, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Elsässer Hof am Gutgesellentorplatz in Breisach statt.

Kontakt und Info: Association Philatélique de Neuf-Brisach & Environs: https://www.apne.info und FBSV 1898, Ortsgruppe Breisach: https://breisach.regiophila.eu

Von Kai Kricheldorff, So, 03. Februar 2019 um 17:58 Uhr, Breisach


Erstellungsdatum : 2019.11.01 # 18:11
Kategorie : Aktivitäten - Breisach
Seite gelesen 553 mal

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